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Es fühlt sich seltsam an, schon am Dienstag der zweiten Woche gedanklich auf "Rückweg" eingestellt zu sein. Deshalb war
es gut, dass es auch heute noch ausdrückliche Ziele gab, die auf der Strecke lagen. Ab Landquart war ich auf der Veloroute 2,
der Rhein-Route. Das Gebirge hatte ich 2x überquert und nun hinter mir gelassen - ebenso wie der Rhein, dem die Route folgte.
Die Route führte gut ausgeschildert durch kleine Weindörfer. Die WeinBERGE waren erträglich und landschaftlich lohnend.
Vor einer Baustelle verlor ich allerdings die Route mal wieder, weil eine Rheinbrücke erneuert wurde und eine Umleitung
angekündigt war. Ich war optimistisch, nach Orientierung den Weg zu finden, da das Tal bzw. dessen Teil auf "meiner"
Rheinseite relativ schmal war. Doch genau das
war dann auch das Problem. Nach einem sehr schönen Wald-Naturschutzgebiet verlor sich der Weg erst über eine holprige
Brücke und dann gänzlich als Klettersteig, und ich stand im Wald und musste umkehren. Insgesamt ca. 8 km Umweg. Ach ja -
die Rheinbrücke war für Fußgänger und Radfahrer auf einer angebauten Behelfsbrücke übrigens dann doch passierbar :-)
In Liechtenstein,
einem heutigen Hauptziel, verließ ich Rhein und Route. Der Rhein stellt hier übrigens die Grenze zwischen Liechtenstein
und der Schweiz dar. Nach einem kurzen Abstecher ins "Städtle" von Vaduz fuhr ich nach Feldkirch, weil ich auch noch kurz
Österreich besuchen wollte. Zurück in der Schweiz ging es weiter über Heerbrugg (Leica-Standort). An einer Tankstelle ging
ich tanken: Benzin (für meinen Kocher) für 0,63 SFR, Rivella für 1,50, Reifendruck für lau. Nächster Halt: Einkaufen in
St. Margrethen in einem großen Einkaufszentrum in einem Migros-Supermarkt. Neues Brot, Müsli, Käse, Kochzutaten (Gemüse und Öl),
Mini-Hähnchenschnitzel. Seltsamerweise war die Kassiererin nur mäßig freundlich. Vielleicht sollte ich mir mal angewöhnen,
direkt nach dem Grund zu fragen.
Die Route 2 ging nun sogar höchst offiziell durch ein Stück Österreich. Ich kam mit einem dicken Radfahrer mit viel Zeug auf
einem Anhänger ins Gespräch, der mir ausführlich - und spuckend - erzählte, dass ich zum Rohrspitz-Campingplatz schon längst
vorher hätte anders fahren müssen. Zum Glück habe ich nicht auf ihn gehört. Der Weg zum Zeltplatz war dann auch gut
ausgeschildert und ging sehr schön durch ein Naturschutzgebiet. Ich bekam einen kleinen, genau abgezeichneten, preiswerten
Platz gezeigt - mit Aussicht auf lustige Dauercamper-Aktivitäten.
Schwimmen war ich - im Bodensee, dem zweiten heutigen Ziel. Sehr schön - nur mit der Abendfeuchtigkeit (meine Straßenkartenblätter
wurden total pappig) wurden auf der Wiese auf einmal die Mücken SEHR nervig. |